IN DEN ZIEGEL, NICHT DARAUF
HYDROPHOBIERUNG VON TONDACHZIEGELN.
Wasser zieht in die Kapillaren ein.
Die Feuchtigkeit bleibt im Ziegel.
Die Kapillarwände sind wasserabweisend.
Das Wasser perlt ab, die Pore bleibt offen.
Ein Tondachziegel ist saugfähig. Regen zieht in die Poren ein, die Feuchtigkeit bleibt im Material stehen – und genau davon leben Algen, Moose und Flechten. Bei Frost kommt das zweite Problem hinzu: eingezogenes Wasser dehnt sich aus und sprengt die Oberfläche von innen.
Eine Hydrophobierung setzt an dieser Stelle an. Sie macht den Ziegel wasserabweisend, ohne ihn zu beschichten. Wir arbeiten dafür mit NowoProtect Dry WB, einer wasserbasierten Imprägnierung auf Basis funktioneller Siliconverbindungen und Nanowerkstoffe. Sie ist farblos, und das Dach sieht danach aus wie vorher – nur eben trocken.
Das ist der Unterschied zu einer Beschichtung. Das Mittel dringt in die Poren ein und verbindet sich dort mit dem Material. Es bleibt kein Film auf der Oberfläche zurück, der abwittern, reißen oder abblättern könnte – und was nicht obenauf liegt, kann sich auch nicht abnutzen wie eine Farbschicht. Die Oberfläche bleibt dabei atmungsaktiv: Der Ziegel gibt Feuchtigkeit nach außen weiter, nimmt von außen aber keine mehr auf.
Es zieht in die Poren des Ziegels ein und macht die Kapillaren wasserabweisend. Auftrag ist farblos, Oberflächenstruktur und Farbe des Ziegels bleiben unverändert.
Wasser perlt danach ab, statt einzuziehen. Aufgesprüht wird im Niederdruckverfahren über unsere Teleskop- Stangensysteme – der Sprühvorgang selbst geht zügig.
Weniger Feuchtigkeit im Ziegel heißt weniger Nährboden für Moos, Algen und schwarzen Schimmel. Der Hersteller nennt außerdem einen wirksamen Schutz gegen Salzausblühungen und Frostschäden.
Weil die Oberfläche Schmutzpartikeln weniger Halt bietet, bleibt das Dach länger ansehnlich – und die nächste Reinigung wird einfacher.
1. Verträglichkeit prüfen
Vor der Behandlung legen wir eine kleine Testfläche an. Das empfiehlt der Hersteller, und es ist der einzige verlässliche Weg zu wissen, wie Ihr Ziegel reagiert.
2. Gründlich vorreinigen
Eine Imprägnierung kann nur wirken, wo sie einziehen kann. Auf Moos, Flechten und Schmutzfilm bleibt sie liegen, ohne den Ziegel zu erreichen. Deshalb geht der Imprägnierung immer eine gründliche Reinigung voraus – nur bei neu eingedeckten Dächern ist sie verzichtbar.
3. Abtrocknen lassen
Das Dach muss durchgetrocknet sein, sichtbar und spürbar. Je nach Wetter, Wind und Temperatur dauert das nach der Reinigung etwa einen Tag. Wer hier zu früh anfängt, verschenkt die Wirkung.
4. Aufsprühen
Auftrag im Niederdruckverfahren über die Teleskopstange, gleichmäßig und satt. Ein Arbeitsgang genügt für normale Oberflächen.
5. Aushärten
Bei rund 20 Grad ist die Fläche nach ein bis zwei Stunden trocken. Vollständig ausgehärtet ist die Imprägnierung nach drei bis vier Tagen.
6. Böden zum Schluss
Der Boden ist die letzte Fläche, weil alles andere auf ihn herunterfällt. Gereinigt wird nach der Vorgabe des Belags; Erst- und Basispflege sind eigene Positionen.
7. Gemeinsame Begehung
Wir gehen das Objekt mit Ihnen ab und übergeben die Flächen. Was uns an Schäden aufgefallen ist, liegt zu diesem Zeitpunkt bereits schriftlich vor.
Wasserbasiert, funktionelle Siliconverbindungen und Nanowerkstoffe
1 bis 2 Stunden bei 20 °C, vollständig ausgehärtet nach 3 bis 4 Tagen
Für glasierte Flächen. Der Hersteller nennt ausdrücklich unglasierte Tonziegel als Anwendungsbereich und warnt davor, das Mittel auf glasierte Oberflächen zu bringen – dort besteht die Gefahr, dass sie matt werden. Bei engobierten Ziegeln entscheidet die Testfläche.
Ja, und dort sogar am einfachsten. Auf Oberflächen, die jünger als ein Jahr sind, kann direkt aufgetragen werden – die Vorreinigung entfällt. Wer bei einer Neueindeckung gleich imprägniert, fängt den Bewuchs ab, bevor er anfängt.
Die Imprägnierung ist farblos und verändert die Oberflächeneigenschaften nicht. Sie verschließt die Poren nicht, sondern macht sie wasserabweisend – der Ziegel bleibt in Farbe und Struktur derselbe.
kostenlos und unverbindlich.