ERST FREI, DANN GESCHÜTZT
REINIGUNG UND SCHUTZSYSTEME FÜR STEILDÄCHER.
Über Aufwand und Ergebnis einer Dachreinigung entscheiden zwei Fragen: Wie kommen wir an die Fläche, und was verträgt die Oberfläche. Beides klären wir bei der Besichtigung, bevor wir ein Angebot schreiben.
Die Reinigung ist dabei nur der erste Teil. Ob und womit ein Dach anschließend geschützt wird, hängt vom Dachstein ab – und die Antwort fällt für Beton, Ton und engobierte Ziegel unterschiedlich aus.
Dachleiter und Sicherungssystem
Wo die Dachneigung das Begehen zulässt. Es wird kein zusätzliches Hubgerät gebraucht – in der Regel der wirtschaftlichste Weg.
Teleskop-Stangentechnik vom Boden
Bis etwa 10 Meter Höhe. Das Dach wird nicht betreten, und es braucht keine Aufstellfläche für eine Bühne.
Hauseigene Hubarbeitsbühne
Wenn Neigung oder Höhe das Begehen ausschließen. Weil die Bühne uns gehört, hängt der Termin nicht an der Verfügbarkeit von Mietgerät.
Der Gesamtaufwand hängt maßgeblich davon ab, wie wir an das Dach herankommen. Zwei gleich große Dächer können sich im Preis deutlich unterscheiden, wenn das eine begehbar ist und das andere nur aus der Bühne erreichbar. Deshalb steht am Anfang immer die Besichtigung und nicht der Quadratmeterpreis.
Wir arbeiten grundsätzlich mit Hochdruck, abgestimmt auf die Substanz der Oberfläche. Wo es die Verschmutzung verlangt und der Dachstein es zulässt, nehmen wir Temperatur dazu. Ergänzend setzen wir ein leichtes Algizid zur Desinfektion ein, damit nicht nur der sichtbare Bewuchs verschwindet, sondern auch das, was ihn nachwachsen lässt.
Entscheidend ist die Strahlführung. Wir arbeiten mit Rotationsstrahldüsen und einer darauf abgestimmten Methode, die den Bewuchs löst, ohne das Wasser unter die Pfannen zu treiben.
Unter den Pfannen liegt in der Regel eine Unterspannbahn. Ist sie intakt, hält sie das Spritzwasser zuverlässig ab, das bei jeder Dachreinigung unvermeidlich unter die Pfannen gelangt. Zusammen mit unserer Strahlführung ist das der Grund, weshalb wir bis heute keinen Feuchtigkeitsschaden aus einer Reinigungsmaßnahme zu verantworten hatten. Den Zustand der Unterspannbahn prüfen wir vor Arbeitsbeginn.
Dachsteine unterscheiden sich in Material und Oberfläche, und damit auch in dem, was sie bei der Reinigung vertragen und was sie danach brauchen. Ein Betondachstein ist ein anderer Fall als ein glatter, engobierter Tonziegel – die folgende Übersicht zeigt, was wir bei welchem Typ empfehlen.
Zement- und Betondachsteine
Beschichtung. Diese Steine sind ab Werk mit einer Acrylschicht versehen, die im Laufe der Jahre abwittert. Wir bringen nach der Reinigung eine farbige Beschichtung aus reinem Acrylat auf – deutlich stärker und robuster als die werkseitige Applikation.
Keine Beschichtung. Ton wird nicht beschichtet. Im Bedarfsfall arbeiten wir mit einer Hydrophobierung: farblos, und ohne die Oberflächeneigenschaften des Ziegels zu verändern.
Engobierte Tondachziegel
- Eine Wasserentnahmestelle sowie einen Stromanschluss in Reichweite
- Bei Bühneneinsatz eine befahrbare, tragfähige Aufstell- und Rangierfläche
- Freie Flächen unterhalb der Traufe: Fahrzeuge, Mobiliar und empfindliche Bepflanzung vorher entfernen
- Geschlossene Dachfenster und Lichtkuppeln während der Arbeiten
- Hinweis auf bekannte Undichtigkeiten, gebrochene Pfannen oder eine beschädigte Unterspannbahn
- Einen Ansprechpartner vor Ort für Besichtigung und Abnahme
Nein. Beschichtet werden Zement- und Betondachsteine, hydrophobiert wird bei Tonziegeln nur im Bedarfsfall, engobierte Ziegel bleiben unbehandelt. Was für Ihr Dach sinnvoll ist, sagen wir Ihnen nach der Besichtigung.
Weil sie dicker aufgetragen wird. Die werkseitige Acrylschicht muss den Produktionsprozess durchlaufen und fällt entsprechend dünn aus. Was wir aufbringen, ist reines Acrylat in mehreren Aufträgen – ein Schutz, der spürbar länger trägt.
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